Mittwoch, 18. Februar 2015

Darauf einen Grapefruitsaft






Wild Card

Wenn der Mann hinter Con Air und The Expandables 2, Simon West, gemeinsam mit Handkanten-Action-Superstar Jason Statham einen neuen Film ins Kino bringt, schlagen die Herzen aller Fans von großflächig angelegten Zerstörugsorgien zugleich schneller. Doch was uns die beiden jetzt mit Wild Card zeigen, ist kein Shootout-, oder Nahkampffestival, sondern ein bedächtig erzähltes Charakterdrama aus dem Inneren von Las Vegas. Zwar sehen wir The Stath in ein paar wenigen, sehr kurz gehaltenen Szenen auch stylisch inszeniert Tritte und Schläge austeilen, doch anders als im Trailer propagiert, überzeugt der Brite in Wild Card durch sein überraschend nuanciertes und sympathisches Spiel. Seine Hauptfigur Nick Wild hält den etwas zerfahrenen und unübersichtlichen Film gut zusammen, er ist das Zentrum aller Handlungsstränge. Eine konventionelle Dramaturgie fehlt in Wild Card. Stattdessen wird fast episodisch aus dem Leben von Nick Wild, seines Zeichens Personenschützer, erzählt. Ob er nun Freunden in Beziehungsproblemen hilft, einen jungen Abenteurer in die dunklen Seiten der Glücksspielmetropole einweist, oder sich einer Gangsterbande entgegenstellt – Nick Wild ist stets auf der Suche nach dem großen Geld. Simon West inszeniert Las Vegas dabei weder als komplett verkommenes Sodom und Gomorrha, noch als glitzerndes Touristenparadies. Seine Wüstenstadt ist eine reale Ansammlung von Menschen mit Nöten und Ängsten, aber auch Zielen und Hoffnungen. Wild Card bleibt dabei stets warmherzig und humorvoll – bei einer Laufzeit von 92 Minuten allerdings auch erwartbar oberflächlich. Auch wenn man in einem Film des Regisseurs von Tomb Raider nicht zwangsläufig großes Schauspielkino erwartet, so profitiert Wild Card doch von seiner ausgewogenen Besetzung. In Nebenrollen überzeugen unter anderem Hope Davis und Heroes-Star Milo Ventimiglia. Dazu sehen wir Gastauftritte von Sofia Vergara, Stanley Tucci und Seinfeld-Kultschauspieler Jason Alexander. Es geht auch mit wenig Action – Wild Card ist gediegene Dramaunterhaltung für Zwischendurch.

6/10

Für Fans von: The Gambler, The Mechanic

Donnerstag, 12. Februar 2015

Er hatte einen Traum







Selma

50 Jahre ist es nun her, dass Dr. Martin Luther King mit seinen Protestmärschen in Alabama Geschichte schrieb. Doch erst jetzt wagte sich mit Regisseurin Ava DuVernay jemand an der filmischen Aufarbeitung der damaligen Ereignisse. Selma behandelt das Leben des großen Bürgerrechtlers in der Zeit zwischen dem Attentat von Birmingham 1963 und der Unterzeichnung des historischen Voting Rights Act durch Präsident Lyndon B. Johnson im August 1965. DuVernay selbst stammt aus einer Stadt, an denen die Märsche seinerzeit vorbeiführten. Ihre besondere Bindung zur Bewegung von Martin Luther King ist Selma in jeder Sekunde anzumerken. Mit einem beeindruckenden Gefühl für Bilder, Stimmungen und den Einsatz von Musik, wurde der Streifen zu einem sehr intimen Portrait eines Mannes, der heute als Legende wahrgenommen wird, im Film jedoch sehr realitätsnah auch als hadernder Privatmensch gezeigt wird. Selma wurde größtenteils an Originalschauplätzen wie der legendären Edmund-Pettus-Bridge gedreht und wird in breitem Cinemascope gezeigt. Zusammen mit einem tollen Setdesign und großartigen Kostümen gerät die manchmal etwas ausschweifende Geschichte dennoch sehr glaubhaft und greifbar. Besonders der historische und politische Kontext interessiert DuVernay, neben King selbst, hier sehr. Mit Leichtigkeit werden bedeutende und polarisierende Männer wie Malcom X oder FBI-Chef J. Edgar Hoover ins Gesamtgeschehen eingebunden. Dazu beeindrucken die Szenen, die King im Zwiegespräch mit Präsident Johnson zeigen, enorm. Verantwortlich für die Produktion von Selma zeigen sich unter anderem Brad Pitt und Talklegende Oprah Winfrey, die im fertigen Film auch eine Nebenrolle spielt. Doch Prominenz lässt sich hauptsächlich vor der Kamera finden. Das relativ junge Team um Ava DuVernay konnte Leinwandlegenden wie Tim Roth, Tom Wilkinson, Giovanni Ribisi und, völlig überraschend, auch Cuba Gooding Jr. und Martin Sheen rund um den brillanten Hauptdarsteller David Oyelowo versammeln. Letzterer gibt seinen Dr. King mit einer unbeschreiblichen Präsenz und Authentizität. Wenn zum Abschluss des Films in Originalaufnahmen übergeblendet wird, ist dieser Aspekt besonderes hervorstechend. In Zeiten, in denen das Geschehen im Alabama der sechziger Jahre mit Blick auf die Ereignisse in Ferguson oder den Tod von Trayvon Martin aktueller ist denn je, bietet Selma einen schlüssiges Gesamtbild über das zentrale Wirken von Martin Luther King, dass nur manchmal etwas zu aufgeladen wirkt.

9/10


Für Fans von: Der Butler, 12 Years a Slave

Nationen-Hopping mit dem Donnergott







Blackhat

Heat, Insider, Collateral – die größten Filme des Michael Mann liegen leider schon bis zu 20 Jahre zurück. Und nun offenbart sich eine große Schwäche von Regisseuren, die durch ihre technische Perfektion berühmt wurden auch bei ihm. Was in seinen letzten Werken Miami Vice und Public Enemies schon angedeutet wurde, ist in Blackhat nun das zentrale Problem: Die Form siegt stets über den Inhalt. In einer Geschichte, die für sich genommen einen großen Beitrag zur amerikanisch-chinesischen Völkerverständigung beitragen könnte, versuchen Agenten und Computerspezialisten beider Großmächte einen global agierenden Hacker zu stoppen, der die Welt mit seinen Anschlägen auf Atomkraftwerke und Börsen in eine schwere Krise stürzt. Mit der Besetzung Chris Hemsworth in der Hauptrolle sorgte Regisseur Michael Mann schon im Vorfeld für große Diskussionen, die sich allesamt als berechtigt erweisen. Der amtierende Sexiest Man Alive ist für einen hochbegabten Nerd und langjährigen Gefängnisinsassen in der Hauptrolle schlicht die falsche Wahl. Dass dieser im Laufe des Filme selbstverständlich auch trainiert im Nahkampf und im Umgang mit Schusswaffen ist, passt hingegen deutlich besser zum Thor-Darsteller. Die Glaubwürdigkeit des Protagonisten schwindet allerdings. Blackhat leidet vor allem an einem unausgegorenen Drehbuch. Während der stattlichen Laufzeit von 133 Minuten werden zahlreiche Erzählstränge und Figuren präsentiert, die im Laufe des Films in der Versenkung verschwinden. Dazu strapazieren ständige Tempowechsel die Konzentrationsfähigkeit der Kinobesucher. Während ein abwechslungsreiches Beieinander von ruhigen und hektischen Szenen einen Film stets unterhaltsam macht, ändert Blackhat regelmäßig in Gänze seine Ausrichtung. Spionagethriller, Liebesfilm, und spektakulärer Actionstreifen – all dies greift kaum ineinander und verwirft so die Entwicklungen des bisher Gezeigten. Über alle Zweifel erhaben ist jedoch die technische Komponente in Blackhat. Hier wirkt sich eine große Bandbreite an verschiedenen Stilmitteln äußerst positiv aus. Im gesamten Film ist spannende Kameraarbeit zu entdecken. Flimmernde Panoramen, detailreiche Close-Ups und spektakulär geschnittene Actionsequenzen bieten zusammen mit der Hochglanzoptik des Film ein mehr als stimmiges Ganzes. Dazu weiß der abwechslungsreiche Soundtrack von Atticus Ross (The Social Network, Verblendung, Gone Girl) zu gefallen. Michael Mann Fans werden nicht umhin kommen, Blackhat zu sehen, Freunde klassischer Thriller dürften enttäuscht aus dem Kino gehen.

5/10


Für Fans von: Who am I, Password: Swordfish

Montag, 9. Februar 2015

Der Stuhlgang des Diktators


The Interview

Ein solches politisches Erdbeben hat wohl noch kein Film verursacht, bevor er überhaupt gezeigt worden war. Seit der Ankündigung der Regisseure und Produzenten Seth Rogen und Evan Goldberg zusammen mit Hauptdarsteller James Franco eine Satire über die Nordkoreanische Diktatur machen zu wollen, begleitete ständiges Säbelrasseln bis hin zur offenen Kriegsdrohung die Entstehung des Werkes. Die entscheidende Frage lautet natürlich, ob der Film um die geplante Ermordung des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un durch einen amerikanischen Talkshowmoderator und dessen Produzenten die Aufregung, zumindest teilweise, wert war. Die Antwort ist nein. Zu keiner Zeit schafft es The Interview großes satirisches oder gar entlarvendes Material über die nordkoreanischen Verhältnisse offenzulegen. Die dortige Propagandamaschinerie auf der einen Seite zu entblößen, während man Kim Jong-un als weinerlichen Außenseiter darstellt, misslingt. Letzterem gehören definitiv die Sympathien des Publikums. Seine Verwandlung zum grausamen Herrscher gelingt nicht glaubwürdig. Weiterhin hat The Interview, auch in der Betrachtung als reine Komödie, zusätzlich mit einigen Problemen zu kämpfen. James Franco ist als extravaganter Rampensau die Spielfreude zwar regelrecht anzusehen, doch seine Figur ist in jeglicher Hinsicht übertrieben angelegt. Damit fällt die Identifikation mit dem Hauptcharakter schwer und ein Mitfiebern ist nicht möglich. Außerdem macht The Interview von ausuferndem Witzrecycling Gebrauch. Kaum eine Pointe steht für sich allein und sorgt für ironische Zwischentöne, der komplette Humor, egal ob geschmackssicher oder unter der Gürtellinie (Zweiteres überwiegt leider), wird mit der Brechstange serviert. Doch The Interview hat durchaus auch seine Qualitäten. Zum einen zünden viele Gags, zumindest beim ersten Mal, erstaunlich gut, zum anderen bleibt das Erzähltempo stets hoch, sodass während der Laufzeit von 112 Minuten keinerlei Leerlauf entsteht. Des Weiteren bietet der Film großartige Seitenhiebe auf den realen Showbiz (die ersten 5 Minuten sind einfach genial). Zum großen Finale artet The Interview dann in eine Action- und Splatterorgie aus, die überrascht und irrwitzig komisch ist. Somit bleibt eine verhältnismäßig unterhaltsame Komödie, die die angestrebte satirische Abrechnung mit einer Diktatur jedoch meilenweit verfehlt. Tipp: Schaut euch The Interview im O-Ton an. Die deutsche Synchro ist leider grauenhaft schlecht gelungen.

5/10


Für Fans von: Bad Neighbors, Tropic Thunder

Freitag, 6. Februar 2015

Eine Nase auf Fuchsjagd



Foxcatcher

Mit nur zwei international bekannten Filmen hat es Regisseur Bennett Miller geschafft sich einen Ruf als Experte für den richtigen Umgang mit Schauspielern zu erarbeiten. Wie bereits in Moneyball (Oscarnominierungen für Brad Pitt und Jonah Hill) und natürlich Capote (oscarprämierter Karrierehöhepunkt für Philip Seymour Hoffman) ist auch Foxcatcher ergreifendes Schauspielkino, das bei den diesjährigen Academy Awards durch die beeindruckenden Leistungen von Steve Carell, Mark Ruffalo und Channing Tatum ein gehöriges Wörtchen mitreden dürfte. Miller erzählt hier die Geschichte des olympischen Goldmedalliengewinners im Ringen, Mark Schultz, seinem Bruder Dave und der Beziehung beider zum exzentrischen Millionär und Ringsportmäzens John E DuPont. Schon in Capote zeigte sich Millers Gespür für ungewöhnliche, zeitgeschichtlich spannende Stoffe. Auch wenn er in Foxcatcher zu dramaturgischen Zwecken die Geschichte etwa 5 Jahre zurück verlegt, wirkt jeder Aspekt des Filmes wie aus einem Guss. Trotz der Ansiedlung Foxcatchers im Sportlermillieu, ein Werk über den Aufstieg eines international gefeierten Athleten sollte man nicht erwarten. Die Ringerduelle sind zwar enorm packend inszeniert und man meint regelrecht den Schweiß in den Turnhallen riechen zu können, doch vordergründig ist Foxcatcher ein tiefgreifendes Psychogramm über Abhängigkeiten mit enormer Sogwirkung. Jeder der drei Hauptakteure verschwindet komplett hinter seinem Charakter und lässt den Zuschauer mit den Figuren in einen Strudel aus Fremdbestimmung, psychischer Ausnutzung und falschen Hoffnungen absteigen. Foxcatcher ist dabei erwartungsgemäß kein Film für ein großes Publikum. Wie Millers frühere Werke ist das Gezeigte teils unzulänglich und sperrig, dazu ist der Streifen auch gut eine Viertelstunde zu lang. Für Fans intimer Seelenstripteases und großer schauspielerischer Leistungen jedoch, ist Foxcatcher definitiv empfehlenswert.

8/10



Für Fans von: Capote, The Fighter, Wie ein wilder Stier

Donnerstag, 5. Februar 2015

Herrscherin wider Willen







Jupiter Ascending

In den meisten Fällen steht eine lange Verzögerung des Kinostarts für Unzufriedenheit von Beteiligten, die Korrekturen bedürfen. Ein oftmals schlechtes Zeichen. Im Falle von Jupiter Ascending ist hingegen davon auszugehen, dass die Wachowskis die Verschiebung der Veröffentlichung des Films um fast ein ganzes Jahr (und wahrscheinlich auch Teile des enormen Budgets von 175 Millionen Dollar) nutzten, um sich detaillierter an den beeindruckenden visuellen Effekten auszutoben. Denn diese sind mit Abstand das unangefochtene Highlight eines Filmes, der zu viel sein möchte und recht wenig davon tatsächlich ist. Titelheldin Jupiter Jones erfährt von ihrer königlichen Abstammung aus einem alten und zerstrittenen Adelsgeschlecht, das Teile des Universums besitzt. Fortan sieht sie sich in eine intergalaktische Reise geworfen, die sie und ihren Beschützer Caine auf allerlei Planeten und in lebensgefährliche Abenteuer führt. Wie eingangs angedeutet sieht Jupiter Ascending fantastisch aus. Kostüme, Make-up, vor allem aber Special-Effects und Set-Design sind wahrlich atemberaubend. Die Tiefen des Weltalls nach Vorstellungen der Wachowskis zu sehen ist ein wahres Vergnügen für jeden Science-Fiction-Fan. Ein monumentaler Score vom oscarprämierten Komponisten Michael Giacchino (Oben) sorgt zusätzlich für ein episches Gefühl. Dazu ist Jupiter Ascending in den Hauptrollen mit Mila Kunis und Channing Tatum, in den Nebenrollen mit dem eben oscarnominierten Eddie Redmayne, der mit Voldemort-Gedächtnis-Wispern und schleimigem Overacting auffällt, und Sean Bean prominent besetzt. Doch schon bei den Schauspielern fangen die Probleme an. In keiner Sekunde verkörpert Mila Kunis glaubhaft, was ihrem Charakter Unglaubliches widerfährt. Channing Tatum wird an ihrer Seite zum bloßen Retter in der Not degradiert und muss gegen eine schlecht konzipierte Rolle anspielen. Und so ist es zum zweiten auch das Drehbuch, welches Jupiter Ascending sehr mittelmäßig wirken lässt. Themen wie Genforschung, ökologische Ausbeutung und das Ziel eines friedvollen Miteinanders werden zur Sprache gebracht. Der Film wirkt dadurch sehr breit angelegt. Mit fortschreitender Spieldauer verschwinden Handlungsstränge und eingeführte Figuren jedoch komplett aus dem Film und Jupiter Ascending entpuppt sich als reines Ränkespiel in einem Erbschaftsstreit. Auch wenn der neue Streich der Wachowskis optisch an ihre Klassiker Matrix und den vielfach unterschätzten Cloud Atlas anknüpfen kann, inhaltlich ist er enttäuschend.

5/10


Für Fans von: Star Wars I-III, Guardians of the Galaxy

Mittwoch, 4. Februar 2015

Die Rache des Hundemannes







John Wick

Es waren erstaunliche Flops wie The Man of Tai Chi und 47 Ronin, durch die Keanu Reeves in den letzten Jahren versuchte auf sich aufmerksam zu machen. Doch glücklicherweise besinnt sich der Speed- und Matrixstar im aktuellen Racheactioner John Wick auf seine hochoktanischen Geschwindigkeitsklassiker der 90er Jahre und liefert im Regiedebüt der Stunt-Coordinator David Leitch und Chad Stahelski eine rastlose und augenzwinkernde Performance ab. Wer sich als Zuschauer an der albernen Grundprämisse des Films (ehemaliger Auftragskiller der russischen Mafia kehrt nach der Ermordung seines Hundes in die Unterwelt zurück um Vergeltung zu üben) nicht stört, wird über die kompletten 100 Minuten bestens unterhalten. John Wick hält sich nicht mit langen Einführungen in Story oder Figurenzeichnung auf, sondern bietet ein durchgestyltes Bleiballett. Die Actionszenen, die hier selbst für Genrefilme einen großen Teil der Laufzeit ausmachen, sind grandios inszeniert. Alle Schießereien und Mann-gegen-Mann-Gefechte bieten kurzweilige Unterhaltung bei gesunder Härte. Obgleich Logik und Physik keine zentralen Bestandteile dieser Sequenzen sind, punktet John Wick dennoch mit bodenständiger Action, fernab von aufgesetzten Superhelden-Explosionsorgien à la The Avengers. Des Weiteren profitiert John Wick von der innovativen Darstellung einer kriminellen Parallelwelt. Eigene Richtlinien und Gesetze werden, wie sonst in einschlägigen Gangsterfilmen, nicht nur in Schlüsselmomenten präsentiert, sie bestimmen das Handeln aller Figuren durch den gesamten Film. Dieses eigene Universum für Mafiosi und Auftragskiller nutzt John Wick schließlich auch als Nährboden für einige illustre Nebencharaktere. So bleiben Newcomerin Adrienne Palicki als konkurrierende Hitwoman, Michael Nyqvist als charismatischer Gangsterboss und Willem Dafoe als väterlicher Freund von John Wick besonders in Erinnerung. Der komplette Film ist dazu in einem eiskalten, blau-grauen Look gehalten, der John Wicks hervorstechende Coolness (man beachte alle Autos, die unser Antiheld im Film fährt) und die zynische Brutalität des Streifens noch zusätzlich unterstreicht. Hier werden keine Gefangenen gemacht. Für Fans unterhaltsamen Actionkinos ohne sonderlichen Tiefgang ist John Wick somit mehr als nur eine Empfehlung.

7/10


Für Fans von: The Equalizer, Das Leben nach dem Tod in Denver, Max Payne